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Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe ist Teil eines multimodalen Therapiekonzeptes für schwerst COPD-Kranke

10.10.2018

Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe ist Teil eines multimodalen Therapiekonzeptes für schwerst COPD-Kranke

Mit einer operativen Verkleinerung des Lungenvolumens das Leben verlängern?!

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD wird in Deutschland zunehmend zur Volkskrankheit. Als Hauptursachen gilt insbesondere das Zigarettenrauchen aber auch die Luftverschmutzung.
Eine Folge der COPD kann ein Lungenemphysem sein. Diese Überblähung der Lunge ist nicht umkehrbar und hat eine Verkürzung der Lebenserwartung zur Folge.

In der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe hat Chefarzt Dr. Erik Ernst mit seinen thoraxchirurgischen Partnerkliniken jetzt ein Verfahren etabliert, das Betroffenen neue Hoffnung macht: Die chirurgische Lungenvolumenreduktion bei fortgeschrittenem Lungenemphysem.

„Weltweit machen Mediziner mit der operativen Verkleinerung des Lungenvolumens sehr gute Erfahrungen“, sagt Dr. Erik Ernst. „Für unsere Klinik ist die Etablierung und Steuerung des zukunftsweisenden Verfahrens ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zu einer der führenden Lungenfachkliniken in der Region.“

Ein Baustein des Angebotes ist die Emphysem-Sprechstunde. Hier können sich Patienten ausführlich beraten lassen und dann entscheiden, ob die Lungenvolumenreduktion für sie eine Option sein kann.
Aktuell arbeitet die Karl-Hansen-Klinik für die eigentliche Operation mit dem Thoraxzentrum in Ibbenbüren (Prof. Dr. med. M.Sc. Stefan Fischer) schon seit zweieinhalb Jahren hervorragend zusammen.

Wegen der hohen Nachfrage sind weitere Kooperationen mit den Thoraxchirurgien des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (Chefarzt Dr. Morris Beshay) und des Brüderkrankenhauses Paderborn (Chefarzt Dr. Guido Scholz) geplant. So soll in einem stets wachsenden Netzwerk die Versorgung der schwerstkranken Patienten verbessert werden.

Bei der Lungenvolumenreduktionschirurgie (LVRS) werden die am meisten zerstörten Lungenanteile entfernt, damit die übergroße Lunge auf Normalgröße verkleinert wird. Beim fortgeschrittenen Emphysem ist die Lunge für den Brustkasten viel zu groß und drückt den wichtigsten Atemmuskel, nämlich das Zwerchfell, nach unten, sodass er keine Funktion mehr hat. Die auf Normalgröße reduzierte Lunge erlaubt es, die Zwerchfellfunktion wieder herzustellen und die Atemmechanik wieder zu normalisieren. Die Entfernung der am meisten überblähten und zerstörten, funktionslosen Lungenareale ermöglicht zudem die Entfaltung zusammengedrückter, noch funktionsfähiger Lungenareale.
Im Anschluss an die Operation muss eine stationäre Akutrehabilitation und im Weiteren eine Anschlussheilbehandlung folgen, da das jetzt befreite Zwerchfell durch die lange Immobilisation muskulär verkümmert ist und wieder aufgebaut werden muss. Die Akutreha ist in der Karl-Hansen-Klinik auf einer eigens eingerichteten Station möglich; die Anschlussheilbehandlung kann in der Klinik Martinusquelle in Bad Lippspringe erfolgen. Beide Kliniken gehören zum Medizinischen Zentrum für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe. „Hier profitieren unsere Patienten von der hervorragenden Vernetzung unserer Kliniken“, freut sich Dr. Erik Ernst.

Vom Erfolg des neuen Angebotes ist der Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Allergologie und Internistische Intensivmedizin überzeugt: „Wir haben bereits jetzt zahlreiche Anfragen und dieser Baustein komplettiert unser Versorgungsangebot in optimaler Weise.“

Info Lungenemphysem:
Beim Lungenemphysem handelt es sich um eine irreversible Überblähung der Lunge, beziehungsweise der Lungenbläschen (Alveolen). Diese entsteht meist als Folge einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD.
Entzündungsvorgänge und vor allem der konstante Druck durch dauernd erhöhten Atemwiderstand führen zur Überdehnung der Lungenbläschen, die einreißen und mit benachbarten Alveolen zu größeren Blasen verschmelzen. Der Sauerstoffaustausch vermindert sich stetig. Die Folge sind Kurzatmigkeit und Atemnot, was langfristig auch zu einer Herzschwäche führen kann. Das Zwerchfell als Hauptatemmuskel wird durch die massive Überblähung im Brustkorb Richtung Bauchraum gedrückt und dort festgehalten. Es steht für die Atmung kaum noch zur Verfügung. Dies verhindert im Extremfall die Atmung derart, dass die Belastbarkeit aufgehoben ist und der Blutgasaustausch lebensbedrohlich eingeschränkt wird.

Die Lebensqualität ist stark eingeschränkt und in fortgeschrittenem Stadium ist die Lebenserwartung verkürzt.

www.medizinisches-zentrum.de

Bild: Chefarzt Dr. Erik Ernst (11. v. l.) mit seinem vielköpfigen Team in der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe.

Foto: Heiko Appelbaum

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33175 Bad Lippspringe 

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