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Ehrenplakette des Kreises für Palliativstation

04.12.2018

Ehrenplakette des Kreises für Palliativstation

Diese Geburtstagsüberraschung ist gelungen: Im Rahmen der Veranstaltung „Aspekte der Palliativmedizin“ im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum wurde auch das 20-jährige Bestehen der Palliativstation der Karl-Hansen-Klinik Bad Lippspringe gewürdigt.

Kurz vor dem Ende des offiziellen Programms überreichte Manfred Müller, Landrat des Kreises Paderborn, dem Chefarzt der Palliativstation, Prof. Dr. Dr. med. Andreas S. Lübbe, stellvertretend die Ehrenplakette des Kreises Paderborn.
„Sie haben sich mit ihrem Team um die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft verdient gemacht“, so der Landrat. Manfred Müller lobte in diesem Zusammenhang auch die gute Vernetzung mir der ambulanten Pflege und ehrenamtlichen Unterstützern im Kreis Paderborn. „Rückblickend wissen wir, dass die Eröffnung der Palliativstation Bad Lippspringe im Jahr 1998 den Grundstein für die palliativmedizinische Versorgung der Menschen im Kreis und weit darüber hinaus gelegt hat.“
Dass der Erfolg untrennbar mit Prof. Dr. Dr. med. Andreas S. Lübbe verbunden sei, betonte auch Achim Schäfer in seinem Grußwort. Der Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Gesundheit Bad Lippspringe, zu dem die Karl-Hansen-Klinik gehört, machte deutlich, dass „die Palliativstation Bad Lippspringe schon bei der Gründung ein Leuchtturm war, der bis heute weit über Bad Lippspringe hinaus strahlt“.
Prof. Dr. Dr. med. Andreas S. Lübbe erklärte, dass die Palliativmedizin ihn “persönlich stark geprägt“ habe. Umso wichtiger ist es ihm, den Stellenwert der Betreuung von Menschen kurz vor dem Lebensende im Kontext der Medizin insgesamt zu stärken. „Innerhalb der Versorgungseinrichtungen – von Praxen bis zu Kliniken – muss bei Mitarbeitenden der palliativmedizinische Blick noch weiter geschärft werden“, so das Plädoyer von Lübbe.
Mit diesem Statement bereitete er den Boden für den zentralen Fachvortrag der Veranstaltung. Prof. Dr. med. Giovanni Maio, M.A. phil., vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, gilt als einer der profiliertesten deutschen Medizinethiker und forderte in Paderborn ein Umdenken der Gesundheitspolitikerinnen und -politiker: „Die Medizin entwickelt sich in unserem Land derzeit in eine Richtung, die ihrer Identität nicht gerecht wird. Hier müssen die Weichen dringend anders gestellt werden.“ Im Zentrum des Vortrags von Maio stand der Begriff „Sorge“: „Medizin ist gelebte Sorge. Den Anderen – und hier meine ich den Patienten – zu verstehen, muss die zentrale Aufgabe sein.“
Die Wertschätzung hat vor allem in der Palliativmedizin einen hohen Stellenwert. Hier habe sich eine Kultur des Zuhörens etabliert, die in vielen anderen Bereichen der Medizin ins Hintertreffen geraten sei. „Das Gespräch ist die zentrale Leistung der Medizin. Und das macht die Palliativmedizin so wertvoll“, resümierte der Medizinethiker und stieß damit auf großes Wohlwollen bei den rund 200 Gästen.

Bild: Würdigten gemeinsam die Palliativmedizin (v. l.): Prof. Dr. med. Giovanni Maio, M.A. phil., Prof. Dr. Dr. med. Andreas S. Lübbe, Achim Schäfer und Manfred Müller.

Foto: Heiko Appelbaum

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