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Fortschrittsfalle Medizin – Wie wir hineingeraten und wieder herauskommen

07.05.2019

Fortschrittsfalle Medizin – Wie wir hineingeraten und wieder herauskommen

Prof. Dr. Dr. Andreas S. Lübbe legt in seinem neuem Buch Finger in zahlreiche System-Wunden. - Lesung am 22. Mai in der Paderborner Bonifatius-Buchhandlung

In Deutschland wird im Bereich der Medizin ein großer Aufwand betrieben und dies oft mit den Möglichkeiten des medizinischen Fortschritts begründet. Trotzdem leben wir nicht länger oder mit einer besseren Lebensqualität als Menschen in anderen Ländern Europas. Indikationen werden falsch gestellt, Patienten nicht richtig aufgeklärt und teilweise sogar gegen ihren Willen behandelt. In vielen Fällen führt Fortschritt zu unrealistischen Erwartungen. Der Fortschritt selbst ist maßlos – und er wird oft falsch verstanden. Das löst Fehlverteilungen aus und der finanzielle Druck bewirkt ein Übermaß an Medizin. Dabei ist weniger Medizin (sehr oft) mehr.
Ein weiterer zentraler Grund für die Maßlosigkeit liegt in der Transformierung des medizinischen Denkens unter dem Primat ökonomischer Denkmodelle: Für die Zuwendung zum Einzelnen bleibt nicht mehr viel Raum, wenn in kurzer Zeit möglichst viele Fälle durchgeschleust werden müssen.
Wenn ein renommierter Mediziner und Publizist das Gesundheitssystem in Deutschland kritisch beleuchtet und dabei auch nicht mit Kritik an der eigenen Zunft spart, verdient dies Respekt. Prof. Dr. Dr. Andreas S. Lübbe, Onkologe und Palliativmediziner, seit über 23 Jahren Chefarzt am Medizinischen Zentrum für Gesundheit Bad Lippspringe, legt mit seinem Buch „Fortschrittsfalle Medizin – Wie wir hineingeraten und wieder herauskommen“ mutig seinen Finger in die Wunden des deutschen Gesundheitssystems. Das Buch von Lübbe ist dabei keinesfalls eine unreflektierte Kampfansage an die Gesundheitspolitik. Der Mediziner berichtet viel mehr aus seiner langjährigen Erfahrung und gerade dadurch entlarvt er unser Gesundheitswesen, das „an Systemfehlern krankt“.
Da geht es um Patienten, die kurz vor dem Lebensende mit teuren Therapien versorgt werden, die nahezu wirkungslos sind, um teure Laboruntersuchungen, durch die man Krankheiten eventuell weit in der Zukunft voraussehen kann, und um volle Wartezimmer und Notaufnahmen. Was viele nicht wissen: Man könnte auf jede dritte Untersuchung und Behandlung verzichten, ohne dass dadurch ein einziger Patient zu Schaden käme.
Prof. Dr. Dr. Andreas S. Lübbe thematisiert eindrücklich den Pflegenotstand, der bereits jetzt eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft ist. Der Autor zeigt aber auch Möglichkeiten auf, wie der Weg aus der Fortschrittsfalle Medizin gefunden werden kann: „Ärzte müssen lernen, Indikationen sorgfältiger und unabhängig von ökonomischen Rahmenbedingungen zu stellen, und Patienten müssen lernen, Fragen zu stellen und ‚Nein‘ zu sagen“. Auch Kontrollinstanzen müssten unsinnigen Maßnahmen einen Riegel vorschieben.
Das jetzt im dgvt-Verlag erschienene Buch besticht durch zahlreiche Patientenbeispiele aus dem ärztlichen Alltag, die es leicht machen, sich in unterschiedliche Fragestellungen hineinzuversetzen. Und es macht Mut, sich mit der komplexen Thematik eingehender zu beschäftigen, um zu einem „mündigen Patienten“ zu werden.

Das Buch „Fortschrittsfalle Medizin – Wie wir hineingeraten und wieder herauskommen“ ist im dgvt-Verlag erschienen (ISBN 978-3-87159-245-4) und auch als E-Book erhältlich. Es hat 376 Seiten und kostet 19,99 Euro.

Am Mittwoch, 22. Mai 2019, stellt Prof. Dr. Dr. Andreas S. Lübbe sein Buch im Rahmen einer Lesung in der Bonifatius-Buchhandlung am Kamp in Paderborn vor. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 5 Euro sind ab sofort in der Bonifatius-Buchhandlung erhältlich. Im Anschluss signiert der Autor auf Wunsch erworbene Bücher.

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