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Bezirksregierung billigt Bad Lippspringer Windkraftpläne - Erste Investoren stehen bereit

21.07.2020

Bezirksregierung billigt Bad Lippspringer Windkraftpläne - Erste Investoren stehen bereit

Die "Flütwind Projekt GmbH" will sechs Windkraftanlagen errichten.

Die Bezirksregierung hat dem Bad Lippspringer Teilflächennutzungsplan Windenergie nun offiziell ihren Segen gegeben. Und die ersten Investoren stehen bereits in den Startlöchern. Die "Flütwind Projekt GmbH" will in den drei von der Stadt vorgesehenen Konzentrationszonen sechs Windkraftanlagen mit einer Maximalhöhe von bis zu 247 Metern errichten. Die Gesamtleistung der Windräder geben die Investoren mit immerhin 26.400 kW an.

Aber der Reihe nach: Genau zehn Jahre hat die Stadt Bad Lippspringe an ihrem Teilflächennutzungsplan Windenergie gearbeitet. Er sollte vor allem eines sein: rechtssicher. Und das ist gar nicht so einfach, wie das federführende Ingenieurbüro Wolters und Partner in verschiedenen Rats- und Ausschusssitzungen immer wieder betonte.

Über den Kreis Paderborn hinaus gab es fast täglich neue Gerichtsverhandlungen und weitreichende Urteile. Die Stadt Bad Lippspringe hat laut Fachbereichsleiter Dieter Paschke "daraus die notwendigen Konsequenzen gezogen und den eigenen Teilflächennutzungsplan Windenergie wiederholt an die aktuelle Rechtssprechung angepasst".

Und das mit Erfolg: "Die Bezirksregierung hat die Bad Lippspringer Pläne anstandslos und ohne Auflagen oder Änderungswünsche genehmigt", so Paschke weiter. Das war am 12. Mai. Die öffentliche Bekanntmachung erfolgte fünf Tage später.

Das Bad Lippspringer Kurgebiet soll demzufolge für Windkraftanlagen künftig komplett tabu bleiben. In dieser Auffassung zeigen sich Stadt und Bezirksregierung einig. Andernfalls drohe die Anerkennung als heilklimatischer Kurort verloren zu gehen.

Der Mindestabstand der Windkraftanlagen zum nächsten Wohn- und Siedlungsbereich wird auf 1000 Meter festgelegt (zuvor 800 Meter). Der Abstand zu Wohngebäuden im Außenbereich beträgt dagegen nur 500 Meter.

Insgesamt drei Windkraft-Konzentrationsflächen will die Stadt im Süden der Gemarkung von Bad Lippspringe ausweisen. Sie sind insgesamt 92 Hektar groß. Die erste Konzentrationszone hat eine Fläche von 21 Hektar und befindet sich westlich der Josefstraße. Die zweite Vorrangzone liegt zwischen der Josefstraße und der L 937 und hat einen Umfang von 46,6 Hektar. Die dritte Fläche, östlich der L 937 gelegen, bringt es auf 24,3 Hektar. Für die drei bestehenden Windräder im Norden des Stadtgebiets (Gemeindegrenze zu Schlangen) besteht bekanntlich Bestandsschutz.

Fast zeitgleich mit der Genehmigung der Bezirksregierung ist bei der Stadt und der Kreisverwaltung der Antrag einer möglichen Investorengruppe aus Bad Lippspringe eingegangen: Die Flütwind Projekt GmbH plant, in den drei von der Stadt ausgewiesenen Konzentrationszonen sechs Windkraftanlagen zu errichten. Das geht aus einer amtlichen Bekanntmachung des Kreises Paderborn als zuständige Genehmigungsbehörde hervor. Rechtliche Grundlage des Verfahrens ist das Bundesimmissionsschutzgesetz.

Und so sehen die Planungen der Investoren im Einzelnen aus: Drei der sechs Anlagen sollen eine maximale Höhe von knapp 247 Metern haben. Der Rotordurchmesser beträgt demzufolge jeweils 160 Meter. Die drei weiteren Windräder sind etwas kleiner und zwischen 199 und 228 Meter hoch. Die Gesamtleistung der Anlagen geben die Investoren mit immerhin 26.400 kW an. Zum Vergleich: Die drei bestehenden Altanlagen an der Gemeindegrenze zu Schlangen bringen es zusammen nur auf eine Leistung von zusammengerechnet etwa 3.200 kW.

Und wie geht es weiter? Vom 22. Juli bis einschließlich 21. August können Interessierte die kompletten Antragsunterlagen der Investoren einsehen, einschließlich der von ihnen eingereichten Gutachten. Das ist sowohl bei der Stadt Bad Lippspringe als auch in der Kreisverwaltung in Paderborn möglich. Mit einer Einschränkung: Aufgrund der Corona-Pandemie muss zuvor telefonisch ein Termin vereinbart werden.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich über die Internetseite des Kreises umfassend über die Pläne zu informieren.
Einwände und Bedenken können bei der Kreisverwaltung bis zum 21. September eingereicht werden - entweder schriftlich oder per E-Mail (fb66@kreis-paderborn.de). Der öffentliche Erörterungstermin soll nach Angaben des Kreises am 27. Oktober, um 9.30 Uhr im Bad Lippspringer Rathaus stattfinden. Ist das Interesse sehr groß, steht alternativ auch das Kongresshaus als Veranstaltungsort zur Verfügung.

Bildunterzeile: Wo jetzt noch Felder sind, im Süden von Bad Lippspringe, wollen Investoren sechs Windräder mit bis zu 247 Metern Höhe errichten.

Text+Foto: Klaus Karenfeld

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33175 Bad Lippspringe 

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