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Badestädter setzen ein Zeichen der Solidarität

12.10.2021

Badestädter setzen ein Zeichen der Solidarität

Die Badestädter Bürgerschaft hat ein deutliches Zeichen der Solidarität gesetzt: Insgesamt 18.000 Euro sind bislang bei verschiedenen Aktionen zugunsten der Flutopfer vom Sommer 2021 zusammengekommen - zuletzt beim Spendenrundgang zum Stadtfestauftakt im Arminiuspark. Das Geld soll konkret dem Wiederaufbau der zwölf Kindergärten in Bad Münstereifel zugute kommen. Die dortige Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian sprach von einem großartigen Ergebnis, für das sie sehr dankbar sei. Coronabedingt konnte das Stadtfest 2021 nur mit kleinem Programm stattfinden.

Preiser-Marian war einer Einladung ihres Amtskollegen Ulrich Lange gefolgt. Bad Münstereifel sei von der Jahrhundertflut Mitte Juli besonders betroffen gewesen, machte die Bürgermeisterin bei einem Empfang am Stadtfest-Samstag im Badestädter Kongresshaus deutlich. Die Schäden würden sich auf 500 Millionen Euro belaufen. "Zur Zeit ist nicht ein Geschäft am Ort geöffnet", so Preiser-Marian. Besonders hart getroffen habe die Flutwelle die historische Altstadt mit ihrem Outlet-Center. 4.000 der insgesamt 18.000 Einwohner müssten weiter um ihre Zukunft im Ort bangen.

Auch das Rathaus der Stadt sei erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Büroräume in der unteren Etage bleiben Preiser-Marian zufolge "bis auf Weiteres geschlossen. Die Mitarbeiter sind von dort vorübergehend zu ihren Kollegen in die oberen Etagen umgezogen." Ein besonderes Dankeschön sprach sie in diesem Zusammenhang Bürgermeister Ulrich Lange aus. Er sei der erste Amtskollege gewesen, der ihr in einem Telefongespräch unmittelbar nach den Ereignissen die Hilfe der Badestadt angeboten habe.

Und den Worten sollen auch Taten folgen. Bad Lippspringes früherer Bürgermeister Willi Schmidt hat zugesagt, nach Bad Münstereifel zu reisen und die Stadtverwaltung vor Ort zu unterstützen. Für diese Ankündigung gab es lang anhaltenden Applaus.

Begonnen hatte die Light-Version des Bad Lippspringer Stadtfestes am Freitagabend. Acht Bands aus Bad Lippspringe und Umgebung rockten die Bühne im Arminiuspark. Auf eine Gage hatten die Mitwirkenden bewusst verzichtet, das Geld sollte stattdessen der Flutopfer-Hilfe in Bad Münstereifel zugutekommen. Eine Notiz am Rande: Sogar der Besuch des Toilettenwagens spülte reichlich Geld in die Spendenkasse.

Der Stadtfest-Freitag gab auch Zeit und Gelegenheit für einige Auszeichnungen. Den Anfang machte eine Premiere: Erstmals wurde in Bad Lippspringe der vom Land ausgelobte Heimatpreis verliehen. "Geehrt werden dieses Mal drei Bad Lippspringer Vereine, die sich um den gesellschaftlichen Zusammenhalt besonders in Zeiten von Corona verdient gemacht haben", so Lange in seiner Laudatio.

Der mit 1.000 Euro dotierte dritte Preis geht an den Ballspielverein Bad Lippspringe. "Dem BVL ist es selbst in der Pandemie beispielhaft gelungen, Kinder und Jugendliche zu sportlicher Betätigung und Bewegung zu motivieren", machte die Jury-Vorsitzende Barbara Mikus bei der Preisübergabe deutlich. Über den zweiten Preis und 1.500 Euro durfte sich der Bad Lippspringer Schwimmverein freuen. Die Verantwortlichen dort hätten alles getan, um die durch die Corona-Pandemie entstandenen Schwimmdefizite bei Kindern und Jugendlichen wieder wettzumachen. Der Schwimmverein spendete noch am selben Abend 500 Euro seines Preisgeldes für die Flutopferhilfe in Bad Münstereifel.

Der erst 2019 gegründete Bogensportclub ist der Hauptpreisträger in diesem Jahr. Die Jury würdigte den vorbildlichen Beitrag des Vereins zur Förderung des gesellschaftlichen Miteinanders. Beispielhaft zu nennen seien in diesem Zusammenhang ein Vater-Kind-Schießen für Kinder von zehn bis zwölf Jahren, ein Integrationsschießen sowie Kurse für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Das Preisgeld: 2.500 Euro.

Der Abend im Arminiuspark endete mit der Überreichung des Bürgerbriefes an alle Jugendliche, die im vergangenen Jahr das 16. Lebensjahr vollendet haben. Insgesamt waren es 175. "Sie sind damit laut Gemeindeordnung vollwertige Mitglieder unserer Bürgerschaft in Bad Lippspringe", betonte Lange und fügte hinzu: "Wir alle hoffen, dass ihr euch engagiert an der Zukunftsgestaltung eurer Heimatstadt beteiligt."

Das traditionelle Rinderwurstessen im Kongresshaus nutzte Lange für ein Versprechen: "Wir werden 2022 unsere Stadtfest-Tradition fortsetzen und an die Ursprungsorte zurückkehren. Angefangen beim Kongresshaus über den Arminiuspark bis hin zum Marktplatz." Und auch einen historischen Stadtfestumzug soll es 2022 wieder geben. Das Manuskript von Prof. Wilhelm Hagemann liegt bereits vor. Thema wird die wechselvolle Geschichte der Liborius-Heilquelle sein, deren Besitzer Sylvester Hecker sogar zum päpstlichen Hoflieferanten avancierte. Rechtzeitig zum Stadtfest liegt auch ein von Hagemann neu geschriebenes Buch vor. Es trägt den Titel "Lippspringer Geschichte: allerhand - interessant - aus einer Hand".

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