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Ziel: Hitzevorsorge für ältere Menschen verbessern. Für jüngere und für gesunde Menschen klingt es selbstverständlich, dass sie sich bei großer Hitze an kühleren, schattigen Orten aufhalten, viel trinken und sich nicht übermäßig anstrengen.
Das kann bei anderen Bevölkerungsgruppen allerdings weitaus problematischer werden: Ältere Menschen können ein gestörtes Temperaturempfinden haben oder sie unterschätzen Wetterwarnungen. In der Folge schützen sie sich nicht ausreichend und es besteht die Gefahr von Hitzekollaps, Sonnenstich oder Hitzschlag.
Wir möchten präventiv hitzebedingten Gesundheitsgefahren für ältere Personen (> 65 Jahre) vorbeugen, da diese Bevölkerungsgruppe besonders von Hitze betroffen ist, auch durch chronische Krankheiten. Durch den demographischen Wandel gibt es eine Zunahme an betroffenen Personen.
Senioren haben in einer Hitzewelle ein erhöhtes Risiko durch z.B.:
Intensive Hitzeperioden können zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Hitzschlag oder sogar zum Tod führen.
Hauptsächlich Mitglieder des Seniorenbeirats betreiben ehrenamtlich das Hitzetelefon der Stadt Bad Lippspringe als kostenloser Telefondienst zwischen dem 15. Juni und dem 31. August.
Ein persönlicher Anruf erfolgt am Tag vor der Warnung und/oder am Vormittag zwischen 8.30 Uhr und 12.00 Uhr (Montag bis Freitag).
Werden die Senioren telefonisch in dieser Zeit nicht erreicht, erfolgen max. 2 weitere Anrufversuche am Folgetag und Anrufe einer Kontaktperson.
Was ist eine für das Hitzetelefon relevante Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes: Es werden gefühlte Temperaturen von 30 °C oder darüber an min. 2 aufeinanderfolgenden Tagen erwartet.
Für die Telefongespräche gibt es eine Handlungsanleitung der Stadt Bad Lippspringe. Eine individuelle Gesundheitsberatung erfolgt am Telefon nicht.
Die Anmeldung erfolgt bei der Stadt Bad Lippspringe entweder auf dem Postweg (Bauamt, Klimaschutz, Friedrich-Wilhelm-Weber-Platz 1, 33175 Bad Lippspringe) oder per E-Mail unter Verwendung des Formularvordrucks oder per Onlinedienst.
Bei Vorliegen eines erhöhten hitzebedingten Gefährdungsrisikos werden die Daten der sich anmeldenden Personen erfasst und eine Telefonliste für Telefonate dem Seniorenbeirat zur Verfügung gestellt.