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Quelle: Am Arminiuspark vor einer mittelalterlichen Burgruine in Bad Lippspringe
Quellhöhe: 140 m ü. N.N.
Länge: 220 km
Mündung: Bei Wesel in den Rhein
Die Lippe ist mit einer Länge von 220 Kilometern der längste Fluss im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Als typischer Tieflandfluss mit geringem Gefälle (0,57 Promille) durchquert sie die südliche münsterländische Bucht am nördlichen Rand zum Ruhrgebiet. Bei Hamm werden Teile ihres Wassers zur Speisung des Hamm-Datteln-Kanals genutzt (früher: Lippe-Seitenkanal). Der Kanal ist schiffbar.
Die Hauptquelle der Lippe, das „Odinsauge“ ist mit Mythen und Legenden behaftet. Der rund acht Meter tiefe Quelltopf im Karstgestein gehört mit einer Schüttung von durchschnittlich 740 ltr/sec. zu den stärksten Flussquellen in Deutschland. Über eine Aussichtsplattform kann die Quelle seit einigen Jahren von oben eingesehen werden. Schon seit dem Burgbau in Lippspringe um 1312 wird die Lippequelle aufgestaut. Bis in die 1970er Jahre stand am Ablauf des Lippe-Quellteiches eine große Mühle.
In Schloss Neuhaus vereinigt sich die Lippe mit zwei weiteren wichtigen Flüssen ihrer Quellregion, der Pader und der Alme. Ihr stärkster Zufluss ist die Stever, die bei Haltern in die Lippe mündet. Weite Bereiche der Lippe sind in den letzten Jahrzehnten renaturiert worden. Diese Maßnahmen haben auch den zwischenzeitlich hier ausgestorbenen Weißstorch in die Lippeaue zurückgebracht.
Dem Ufer der Lippe folgt die Römer-Lippe-Route, ein beliebter Fern-Radweg. Der Name nimmt Bezug auf die Bedeutung der Lippe während der römischen Antike. Römische Legionen haben mehrfach versucht, über den Flusslauf nach Germanien vorzudringen und mehrere, große Legionslager bei Haltern, Bergkamen und Anreppen errichtet.

