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Thunebach

Quelle: Künstlicher Abstich vom Strothebach bei Schlangen

Quellhöhe: 176 m ü. N.N.

Länge: 5,6 km

Mündung: Im Jordanpark in Bad Lippspringe in den Jordan bei 133 m. ü. N.N.

Der Thunebach, im Volksmund auch Thune genannt, ist ein im 17. Jahrhundert künstlich angelegter, sogenannter Flötgraben (auch: Flößgraben). Damals diente ein weit verzweigtes Flötgrabensystem der Be- und Entwässerung der Wiesen am Oberlauf der Lippe. Durch kleine Wehre wurden die Wiesen im Frühjahr überflutet, um das trübe Hochwasser abzufangen. So gelangten nährstoffreiche Schwebstoffe in die Wiesen. Im Sommer öffnete man die Wehre, um das Heu für Viehweide und Mahd nutzbar zu machen.

Im Bereich der Knickwiesen, nördlich von Schlangen, wird das Gewässer von der aus dem Teutoburger Wald heranfließenden Strothe abgeleitet. Als „Schlänger Bach“ durchfließt es dann den Ort, wo in Höhe der heutigen „Pastorenwiese“ im Jahr 1969 letztmalig geflößt wurde. Danach wurden die Wehre stillgelegt.

Im Bereich der Gemarkung Dedinghausen erreicht das Gewässer Bad Lippspringe. Aus dem Schlänger Bach wird die Thune. In historischen Zeiten zweigten in deren Verlauf noch weitere Flötgräben ab, sie hießen Böhke und Gathe. Der Verlauf der künstlichen Flötgräben ist oft auffällig gerade und verrät somit den Einfluss der Menschen.

Im Bad Lippspringer Jordanpark mündet die Thune direkt an der Jordanquelle in den Jordan. In den Sommermonaten fällt die Thune regelmäßig trocken. Erst ab der Jordanquelle ist das Fluss-System beständig.

Auf ihrer kurzen Strecke überwindet die Thune ein Gefälle von 43 Metern. Das Sohlgefälle beträgt somit etwa 6,4 Promille.


An den Pastorenwiesen in Schlangen sind die Reste eines der letzten Flößwiesenwehre erhalten.
An den Pastorenwiesen in Schlangen sind die Reste eines der letzten Flößwiesenwehre erhalten.
Die Thune bei Hochwasser im Bereich Dedinghausen.
Die Thune bei Hochwasser im Bereich Dedinghausen.

Dieses Projekt wird gefördert durch folgende Partner:

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